Chronik der Schützenkompanie Kematen
1809 Schon in der Zeit der Freiheitskämpfe gegen die Franzosen und Bayern waren Kemater Schützen existent, so zu lesen im Sandwirtmuseum in Passeier. Damals standen sie unter dem Kommando der Axamer.
1895 Gründung der Jungschützen durch Pfarrer Strobl.
1913 Prozession mit uniformierten Schützen, die gleiche Hüte aber keine einheitliche Tracht trugen.
1924 Nach dem 1. Weltkrieg, bei dem eine Vielzahl von Schützen in Pflichterfüllung ihr Leben verloren, ging man daran, eine einheitliche Tracht, nach dem Muster der Speckbacherschützen anzuschaffen. Die Tracht bestand aus Hut, Joppe, Wams, Hose, Strümpfe und Gurt. Sechzehn Schützen bezahlten sich die sogenannten "Monturen" selbst. Das Geld für die restlichen Trachten wurde durch eine Sammlung, durchgeführt von einem gewählten Komitee, dem die Kompaniemitglieder Josef Hauser, Ludwig Lang, Anton Abfalterer, und Viktor Bucher angehörten, aufgebracht. Der Preis einer Tracht betrug 806.100,-- Kronen.
1928 Bei der damaligen Vollversammlung wurde angeregt, eine neue Fahne anzuschaffen.
1929 Jene Fahne wurde gekauft, die heute noch bei der Kompanie mitgetragen wird. Besondere Verdienste um den Kauf dieser Fahne erwarb sich Frau Maria Marsoner, die neben einer namhaften Spende, ein prachtvolles Fahnenband, auch das schmackhafte Essen anläßlich der Fahnenweihe spendierte.
1947 Nach dem 2. Weltkrieg, in welchem der Großteil der Kompaniemitglieder Kriegsdienst versah, wurde mit dem Wiederaufbau des Schützenwesens in Kematen begonnen.
1955 Gelang es Hptm. Karl Lang vulgo "Abfalterer", gemeinsam mit seinen Kompaniemitgliedern die Wipptalertracht anzuschaffen. Diese wurde erstmals bei der Fronleichnamsprozession getragen. Die Wipptaler Tracht fand allerdings bei den Kompaniemitgliedern nur geteilte Zustimmung, da bei einigen Schützen immer noch der Hang zur Speckbachertracht vorhanden war. Für die Jungschützen konnten keine neuen Trachten angekauft werden. Auf Grund des desolaten Zustandes der Jungschützentrachten konnten sie anfangs der sechziger Jahre an keinen Veranstaltungen mehr teilnehmen.
1959 Die Schützenkompanie Kematen nahm am Landesfestumzug "1809 - 1959" in Innsbruck teil.
1966 Hptm. Karl Lang legte nach fast 40jähriger Tätigkeit (mit kurzen Unterbrechungen) sein Amt zurück. Franz Kammerlander wurde zum neuen Schützenhauptmann gewählt.
1967 Die Schützenkompanie Kematen veranstaltete das Bataillonsschützenfest Hörtenberg und konnte dabei einen guten Erfolg erzielen.
1977 Auf Vorschlag von Obmann Alfons Knabl wurde der Beschluß gefaßt, die Jungschützenkompanie neu zu gründen.
1978 18 Jungschützen und 4 Marketenderinnen konnten bei der Schutzengelprozession mit neuen Trachten ausrücken. Die Kosten für die neuen Trachten der Jungschützen wurden durch Spenden und Subventionen aufgebracht. Obmann Alfons Knabl erwarb sich hierbei große Verdienste um das Schützenwesen in Kematen.
1979 Auf Betreiben von Waffenmeister Franz Müller, reifte in der Kompanie der Gedanke, eine Böllerkanone anzuschaffen.
1980 Die von Leutnant Josef Rainer und Herbert Ostermann in Eigenregie angefertigte Böllerkanone wurde rechtzeitig zum Bataillonsschützenfest in Kematen fertig. Nach dem plötzlichen Tod von Hptm. Franz Kammerlander, wählte die Kompanie Herbert Ostermann zum neuen Hauptmann.
1981 Die bereits über fünfzig Jahre alte Fahne wurde neu restauriert.
1984 Teilnahme am Landesfestumzug "1809 - 1984" in Innsbruck.
1985 Die Eröffnung des neuen Gemeindezentrums brachte auch für die Schützenkompanie ein neues Zuhause. War die Unterbringung zuvor eher notdürftig, so konnte nun, ein allen Ansprüchen gerecht werdendes Schützenlokal bezogen werden. Das Schützenlokal wurde von einigen Kompaniemitgliedern selbst gestaltet und bietet Platz für Ausschußsitzungen sowie kleinere gesellige Veranstaltungen innerhalb der Kompanie. Es dient weiters zur Aufbewahrung der Fahnen, Gewehre und sonstigem Inventar.
1986 Hüte und Röcke wurden von den Schützenfrauen aufgerichtet.
1988 Das kleine Bataillonsschützenfest wurde mit Erfolg in Kematen durchgeführt. Bei der Jahreshauptversammlung beschloß die Kompanie, die teilweise schon desolaten Lederhosen durch neue zu ersetzen.
1989 Die neuen Lederhosen konnten bei der Fronleichnamsprozession erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Finanziert wurden die Lederhosen größtenteils durch die Kompanie. Das Land Tirol und die Gemeinde Kematen unterstützten den Ankauf durch Subventionen. Im selben Jahr konnte die Schützenkompanie auch das Kriegerdenkmal in Eigenregie renovieren.
1991 Gemeinsam mit der Musikkapelle, wurden die Schützen zum Wiedererrichtungsfest des Bürgerkorps Kematen an der Krems eingeladen.
1992 Bereits zum drittenmal nahm die Schützenkompanie am traditionellen Maidultumzug in Passau teil.
1993 An die 1.000 Schützen trafen sich zum Bataillonsschützenfest desSchützenbat. Hörtenberg in Kematen. Die Schützenkompanie führte dieses Fest organisatorisch vorbildlich durch. Auch der finanzielle Erfolg für die Schützenkasse war ausgezeichnet.
1994 Die Vereinigung der Schützengilde Kematen und der Schützenkompanie Kematen zu einem Verein Kemater Schützen wurde von den Vollversammlungen einstimmig beschlossen. Neue Statuten wurden vom früheren Landesschützenmeister Hofrat Dr. Josef Deflorian ausgearbeitet.
1995 Der Um- und Ausbau des Schießstandes wurde unter der Leitung von Schützenmeister Josef Kinzner in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden einiger Schützenmitglieder durchgeführt. Finanziert wurde der Umbau durch die Schützenkasse und Subventionen der Gemeinde und des Landes Tirol. Auf Einladung der Bezirksvorstehung des 6. Wiener Gemeinde Bezirkes nahmen die Kemater Schützen beim Erntedankfest in der Wiener Mariahilfer Straße teil.
1996 Der neurenovierte Schießstand wird eingeweiht. Viele KematerInnen nutzen beim Eröffnungsschießen die Gelegenheit ihr Schiesskünste unter Beweis zu stellen.
1997 Bei der Jahreshauptversammlung am 9. November 1997 beschließen die Kemater Schützen einen Bataillonswechsel vom Bat. Hörtenberg zum Bat. Innsbruck Umgebung vorzunehmen. Das daraufhin gestellte Ansuchen um die Aufnahme an das neue Bataillon wird vom Bataillonsausschuß Innsbruck Umgebung einstimmig beschlossen.
1998 Beim Bataillonsfest in Sellrain rückt die Schützenkompanie erstmals und fast vollzählig gemeinsam mit den 13 bisherigen Kompanien im „neuen“ Bataillon Innsbruck Umgebung aus. Auf Einladung der Stuber Schützenkompanie Golling nehmen die Kemater Schützen beim großen Schützenfest im Salzburger Land teil.
1999 Bereits zum vierten Mal nehmen die Kemater Schützen gemeinsam mit der Musikkapelle am traditionellen Maidultumzug in Passau teil.
2000 Ehrenkranzträger Consilarius Anton Fischer stirbt nach kurzer schwerer Krankheit am 7. April 02. Die Kemater Schützen erweisen dem langjährigen Pfarrer von Kematen beim Begräbnis in Innsbruck fast vollzählig die letzte Ehre.
2001 Hptm. Herbert Ostermann feiert seinen 60. Geburtstag und die Kompanie gratuliert mit einer Ehrensalve. Die neurenovierte Schützenfahne wird bei der Fronleichnamsprozession erstmals mitgetragen und geweiht. Die Finanzierung der Fahnenrenovierung erfolgt durch Subventionen der Gemeinde, des Landes sowie der Schützenkasse und privaten Gönnern.
2002 Ausflug nach Hallwang in Salzburg zum dortigen großen Prangerschützentreffen. Anläßlich des 80. Geburtstages unseres Ehrenmitgliedes Alt-Bgm. Dr. Rudolf Ostermann wird am Kirchplatz gemeinsam mit der Bundesmusikkapelle Kematen der Große Österr. Zapfenstreich aufgeführt. Der langjährige Oberschützenmeister Hofrat Josef Deflorian stirbt plötzlich am 27. 8. 02 im 95. Lebensjahr.
2003 In Völs beim Bataillonsfest des Bat. Sonnenburg stellt die Kompanie Kematen erstmals die Ehrenkompanie.
2004 Die Vereinsstatuten werden nach dem neuen Vereinsgesetz adaptiert und bei der Jahreshauptversammlung einstimmig beschlossen
2005 Das Bataillonsschießen des Bat. Sonnenburg führt die Schützenkompanie Kematen v. 6. -14. Oktober im Schiessstand der Kemater Schützen durch.
2006 Am 26. März 06 findet im Schießstand der Kemater Schützen das Jungschützenschießen des Schüteznbataillons Sonnenburg statt. Ausflug und Teilnahme am großen Chiemgauer Schützenfest in Bad Endorf (Bayern).
2007 Die Kompanie Kematen wird von der Bataillonsversammlung Sonnenburg beauftragt, das Bataillonsfest im Jahr 2010 in Kematen durchzuführen.
2008 Gemeinsam mit der Schützenkompanie Völs wird im Schießstand der Kemater Schützen das Landesjungschützenschießen durchgeführt. Bei der Abschlussveranstaltung des Landesjungschützenschiessen in Völs wird der Kompanie Kematen die ehrenvolle Aufgabe zugeteilt als Ehrenkompanie aufzutreten. Beim Bataillonsfest Hörtenberg in Wildermieming stellt die Schützenkompanie Kematen die Ehrenkompanie.
2009 Teilnahme am Landesgestumzug anläßlich des Gedenkjahres„ 1809 – 2009“ in Innsbruck mit insgesamt 72 Marketenderinnen, Jungschützen und Schützen. Anlässlich des Gedenkjahres spendet die Schützenkampnie Kematen einen Betrag von € 1809,-- dem Sozialsprengel für die Anschaffung eines neuen Autos.
2010 Im Rahmen der 60. Bundesversammlung des Bundes der Tiroler Schützen am 25. April in Innsbruck wird Hauptmann Herbert Ostermann für seine großen Verdienste um das Tiroler Schützenwesen die höchste Auszeichnung des Bundes der Tiroler Schützenkompanieen die Goldene Verdienstmedaille verliehen.
Ehrenhauptmann
Herbert Ostermann
Ehrenmitglieder
Dr. Rudolf Ostermann
Alois Lang
Karl Lang
Franz Müller
EhrenkranzträgerInnen
Rosemarie Ostermann
Elisabeth Rainer
Alt-Bgm. Horst Unterpertinger
Alt-Bgm. Leonhard Widauer
